Bundesweit gibt es nichts Vergleichbares zu HandinHand

Landrat Dr. Jürgen Pföhler zu Gast im Pflegeexperten-Center

19.06.2020

„Ich wünsche mir, dass wir noch zahlreiche weitere Hausärzte vor allem im ländlichen Raum des Kreises Ahrweiler für dieses wegweisende Projekt HandinHand gewinnen können. Ich kenne bundesweit nichts Vergleichbares.“ Landrat Dr. Jürgen Pföhler fand bei seinem Besuch am vergangenen Dienstag im Pflegeexpertencenter der Marienhaus Unternehmensgruppe deutliche Worte. Seit Mitte März betreuen die erfahrenen und speziell ausgebildeten Pflegekräfte bald 100 ältere Patientinnen und Patienten in deren häuslichem Umfeld. Mit diesen regelmäßigen Hausbesuchen bei chronisch kranken, multimorbiden und in ihrer Mobilität eingeschränkten Senioren werden die Hausärzte entlastet. „Das, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegeexperten-Centers bieten, könnten wir nicht leisten“, sagt Dr. Michael Berbig. Er ist

Vorsitzender des Ärztenetzes im Kreis Ahrweiler, mit 13 anderen Hausärzten von Beginn an mit dabei und überzeugt, dass HandinHand für alle Beteiligten ein Gewinn ist.

Das sieht die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse genauso, wie anlässlich des Termins die Bevollmächtigte des Vorstandes, Christiane Firk, betonte. Die AOK ist wichtiger Kooperationspartner, hat das Projekt von Beginn an mit unterstützt, „weil wir davon überzeugt sind, dass es uns gemeinsam gelingen kann, auch in Zeiten des demografischen Wandels die Patientinnen und Patienten ambulant gut zu versorgen. Die AOK als regionaler Partner vor Ort steht für passgenaue Lösungen im Sinne der der Menschen in der Region“.

Damit HandinHand im Kreis Ahrweiler ein voller Erfolg und auf Dauer eine Blaupause für andere ländlich strukturierte Gegenden in Deutschland werden kann, will Landrat Pföhler auch den Sozial- und Gesundheitsbeirat des Landkreises in das Projekt einbeziehenund alle Kommunen ermuntern, sich aktiv einzubringen. Denn damit HandinHand in die Gesundheits-Regelversorgung aller Krankenversicherter überführt werden kann, braucht es möglichst viele Teilnehmer. Sie sind Grundlage und Voraussetzung für valide Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung.

 

Was ist das Innovationsfondsprojekt HandinHand?

In ländlichen Regionen steigt der Anteil älterer Menschen mit einem hohen medizinischen Versorgungsbedarf. Zugleich sinkt hier die Zahl der (Haus-)Ärzte. Ziel des Projekts HandinHand, das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss mit rund acht Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert wird, ist es, Hausärzte bei der zeitintensiven Begleitung chronisch kranker Menschen zu unterstützen

und zu entlasten. Etwa 1.500 Patienten im Kreis Ahrweiler sollen daran teilnehmen.

Pflegeexperten, die an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) das Zusatzstudium Pflegeexpertise B.Sc. absolvieren, arbeiten seit Herbst 2019 in einem Pflegeexperten-Center in Bad Neuenahr-Ahrweiler. In enger Abstimmung mit den Hausärzten der Region suchen sie die Patienten zu Hause auf und betreuen sie.

Wichtige Projektpartner der Marienhaus Holding GmbH als Konsortialführerin sind das Ärztenetz Kreis Ahrweiler e.V. und das Rechenzentrum Volmarstein, das eine elektronische Patientenakte beisteuert. Bei der unabdingbaren wissenschaftlichen Begleitforschung sind das RWI-Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, die AOK Rheinland- Pfalz/Saarland, die Universität zu Lübeck und die Universität Köln beteiligt.

Das Projekt ist mit der Aufbauphase am 01.07.2019 gestartet. Die ersten Patienten werden seit März 2020 betreut. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre, also bis zum 30.06.2022.

 

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